Sattelanpassung

 

Wann passt ein Sattel?

 

Definitionen von "passen":

 

- (von Kleidung o. Ä.) jemandem in Größe und Schnitt angemessen sein; der Figur und den Maßen entsprechen; nicht zu eng, zu weit, zu groß oder zu klein sein

- für jemanden, etwas geeignet sein; auf jemanden, etwas abgestimmt sein, sodass eine harmonische Gesamtwirkung entsteht

- einer Sache genau das Maß, die Form o. Ä. geben, dass sie sich zu etwas, in etwas [verbindend] bringen lässt

 

Übertragen auf das Pferd bedeutet "passen":

 

Ein Sattel muss für das Pferd in jeder Bewegung eine optimale Verteilung des Reitergewichtes garantieren und genug Raum für die Dynamik der Rückenbewegung bieten. Größe, Schnitt und Sattelwinkel müssen deshalb unter Berücksichtigung der Biomechanik auf das Pferd angepasst werden. Der passende Sattel ermöglicht dem Pferd eine optimale Bewegungsfreiheit bei bester, gleichmäßiger Passform und Rückenschonung.

Vergleichbar ist der passende Schuh, der im Gehen anprobiert wird und nicht im Stand an den Fuß modeliert wird. Der Schuh darf nicht drücken und muss alle Bewegungen seines Trägers mitmachen, ohne Druck- oder Scheuerstellen zu verursachen.

 

Diese Anforderung muss ein Sattel unter Berücksichtigung der Anatomie des Pferdes erfüllen.

 

Messungen im Stand und in der Biomechanik des Pferdes bilden die Grundlage der Datenerfassung. Ein Sattel kann niemals ausschließlich im Stand an das Pferd angepasst werden, denn der Reiter sitzt in der Bewegung auf dem Pferd.

 

Der Schwerpunkt des Sattels wird abschließend, unter Berücksichtigung von Gangbild und Biomechanik, abgestimmt.

 

Anatomische Eigenheiten des Pferdes sowie eine problematische Konstitution oder ein schlechter Ernährungszustand sind gesondert zu berücksichtigen und bedürfen individueller Lösungen. Z.B. kann ein zusätzliches Pad oder eine verstärkte Sattelunterlage bei fehlender / schlechter Rückenmuskulatur zeiweise oder dauerhaft (bei älteren Pferden) notwendig sein.

 

Die gelungene Sattelanpassung zeigt sich abschließend in der Beweisführung.

 

 

Datenaufnahme und Dokumentation

 

Die neue Sattelanpassung nach der depersa®-Methode findet in mehreren Schritten statt:

 

1. Bestimmung des Schulterwinkels des Pferdes in Grad Winkelmaß, gemessen im Stand und in der Biomechanik. 

 

2. Ermittlung der Länge der Sattellage

 

3. Messung der Kissenkanalweite

 

4. Analyse des Schwungs des Pferderückens

 

Diese Daten werden auf einem Datenblatt dokumentiert.

 

Auf dieser Basis wird der Sattel auf die Bedürfnisse des Pferdes abgestimmt. 

 

5. Im letzten Schritt erfolgt die Abstimmung des Schwerpunktes des Sattels in der Bewegung unter dem Reiter.

 

Dieses Verfahren ist für den Reiter und Pferdebesitzer logisch nachvollziehbar.

 

 

 

Im Beispiel beträgt der Schulterwinkel dieses Pferdes im Stand 98° und in der Bewegung 109°. Eine Sattelanpassung ist alleine durch eine Standmessung nicht möglich. Deshalb ist die depersa®-Sattelanpassung innovativer und sicherer im Ergebnis.

 

 

Die Rückenlinie des Pferdes und der Schwung im Sattelbaum

 

Hier steht das Pferd entspannt. Die Rückenlinie zeigt einen leichten Schwung im Bereich der Sattellage. 

Würde ein Sattel auf diese Schwunglinie im Stand angepasst, trifft es in der Regel nicht das Bedürfnis des Pferdes in der Bewegung.

 

 

Das gut trainierte Pferd aber auch die junge Generation der Sportpferde besitzen eine hohe Elastizität im Rücken. So ändert sich oft der Schwung in der Rückenlinie, wenn das Pferd unter dem Sattel läuft. 

Hier wurde das Anheben der Rückenlinie zur Veranschaulichung simuliert. Das individuelle Gangbild des Pferdes bestimmt den Schwung in der Rückenlinie während der Bewegung.

 

Verfahren zur Änderung des Sattels

 

Dies sind die gängigen Möglichkeiten, einen Sattelwinkel auf den Schulterwinkel des Pferdes anzupassen:

 

1. Mechanische Verstellung durch Druck (Kaltverfahren)

 

 

2. Mechanische Verstellung mit Hilfe von erhöhter Temperatur und Druck (thermisch veränderbare Sättel)

 

 

3. Austausch von Kopfeisen

 

 

 

Ob und nach welcher Vorgehensweise ein Sattel zu ändern ist, richtet sich nach den Materialien und der Bauart des Sattelbaumes. Wir richten uns bei Änderungen des Sattelwinkels nach den Angaben des jeweiligen Herstellers.

 

 

 

Beweisführung

 

"Jede Sattelanpassung sollte mit einer Beweisführung der Passgenauigkeit einhergehen."

 

Wir leben in technisch weit entwickelten Zeiten. Die Darstellung der Kontaktwärme, die zwischen Pferderücken und Sattelkissen entsteht und sich an der Unterseite der Sattelkissen messbar zeigt, ist ein modernes Mittel der Beweisführung. 

Diese Beweisführung wird mittels Thermographiebild festgehalten, indem man davon ausgeht, dass eine gute Verteilung der Kontaktwärme optimal für das Pferd ist. 

Der Beweis, dass der Sattel am Tage der Anpassung auch wirklich passt, ist gleichermaßen wichtig für den Reiter und den Sattelverkäufer / Sattler.

 

Die Sicherheit von Pferd und Reiter und die Gesundheit des Pferderückens stehen bei der depersa®-Sattelanpassung im Vordergrund.

 

Bei jeder Sattelkontrolle, nach Änderungen und beim Neukauf eines Sattels wird ein Beweisbild mit Hilfe der Thermographie erstellt.

 

Unsere Kunden sollen wissen, dass ihr Sattel perfekt passt.

 

Vertrauen ist gut - Beweisführung ist besser!

 

 

Sattelsprache

 

Zum Wohl des Pferdes ist es zwingend notwendig, dass sämtliche Beteiligten eine einheitliche Sprache sprechen. Dazu sollten die oben angegebenen Mess- und Anpassungsverfahren die Grundlage bilden damit Reiter, Hersteller, Therapeuten und Sattelexperten sich unkompliziert über die Anforderungen des Pferdes an den Sattel austauschen können.

 


Die Etablierung einer gemeinsamen Sattelsprache - unter Einbeziehung aller Möglichkeiten, die Pferdegesundheit zu fördern - ist das erklärte Ziel der depersa®-Sattelanpassung.

 

 

 

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